Terrassendach

  • Welche Holzarten gibt es bei Terrassendächern aus Holz?

    Brettschichtholz (BSH) auch Leimbinderholz genannt, bestehend aus mindesten 3 Brettlagen, die in gleicher Faserrichtung miteinander verleimt sind. BSH wird, aufgrund seiner stabilität,  besonders bei hoher statischer Beanspruchung verwendet. Z. B. bei Echtglas-Eindeckung.

    Konstruktionsvollholz (KVH), sind veredelte Bauschnitthölzer aus Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche oder Douglasie.

    Kesseldruckimprägniertes Holz (KDI). Die Kesseldruckimprägmierung ist ein Holzschutzverfahren um das Holz vor holzzerstörenden Pilzen und Insekten zu schützen. Hierbei wird in einem Kessel zuerst ein  Vakuum erzeugt um Feuchtigkeit aus dem Holz zu ziehen. Anschließend wird der Kessel mit Holzschutzmittel geflutet, welches unter Druck in das Holz gepresst wird. Nach einer Fixierzeit von ca. 48 Stunden ist das Holz geschützt.

  • Was sollte beim Kauf eines Holz-Terrassendaches beachtet werden?

    Das Material und die Form sollten zum Charakter und Stil des Hauses passen.

    Bei der Materialwahl ist neben den Anforderungen an Stabilität, Langlebigkeit und Pflegeaufwand auch der Stil des Hauses zu berücksichtigen. Um ein harmonisches Gesamtbild zu erhalten.

    Aluminium wirkt eher modern, zum Teil etwas kühl und eignet sich besonders gut für Häuser mit einer modernen Bauform.

    Holz hingegen hat eine warme natürliche Ausstrahlung und eignet sich daher besonders gut für Häuser im traditionelleren Baustil, wie z. B. Friesen- oder Bauernhäuser.

    Vorab ist zu entscheiden, ob das Terrassendach (Alu oder Holz) an der Hauswand befestigt oder freistehend mit rückseitigen Stützen montiert werden soll.

    Zudem sollte die Konstruktion stabil sein und nicht aus zu schmalen Bauteilen bestehen, dies könnte sonst zu fragil wirken.

    Bei einer Eindeckung aus Glas, ist es notwendig, aufgrund des Gewichts, Leimholz (BSH) als Holz zu verwenden, da andere Hölzer dafür nicht geeignet sind.

  • Was ist Leimbinderholz bzw. BSH?

    BSH (Brettschichtholz) Leimbinderholz ist technisch getrocknet und besteht aus mindestens drei miteinander verleimten Brettlagen.
    Dadurch ist das Holz sehr stabil, haltbar und nahezu resistent gegen Risse.
    Es ist deutlich tragfähiger als Vollholz und kann daher auch bei schweren Eindeckungen verwendet werden.
    Brettschichtholz ist jedoch teurer und muss, wie auch andere Holzarten, regelmäßig (ca. alle zwei Jahre) gestrichen werden.

  • Welche Beschattungsmöglichkeiten gibt es?

    Eine Beschattung im Sommer ist besonders bei Terrassen mit Südlage sinnvoll. Die verschieden Markisen werden in den meisten Fällen mit Motor gesteuert. Zudem gibt es die Möglichkeit Wind- und Sonnensensoren mit automatischer Steuerung zu integrieren.
    Um speziell bei geschlossenen Terrassendächern ein starkes Aufheizen zu vermeiden, sind echte Wintergartenmarkisen am effektivsten. Sie werden über dem Glasdach montiert und verhindern das Eindringen der Sonnenstrahlen.

    Unterglasmarkisen werden unterhalb des Glases befestigt und bieten in erster Linie Beschattung, jedoch dringen hier Sonnenstrahlen durch die Eindeckung und können zu Hitzstau führen.
    Daher sind Unterglasmarkisen vorrangig bei offenen Terrassenüberdachungen zu empfehlen.

    Eine weitere Alterative bieten Plafond-Plissees und Baldachin-Beschattungen, die die einzelnen Glasfelder beschatten.
    Als Sicht- oder Sonnenschutz gibt es für Seitenelemente auch spezielle Senkrechtmarkisen.

  • Braucht man eine Baugenehmigung für das Errichten von Carport oder Terrassendach?

    Ob eine Baugenehmigung erforderlich ist, ist vor Baubeginn in der Bauordnung, bzw. beim zuständigen Bauamt des jeweiligen Bundeslandes nachzulesen. Ausschlaggebend hierfür ist die Grundfläche, Tiefe und Höhe der Konstruktion.

  • Terrassendächer aus Holz oder Aluminium?

    Neben der Optik und dem persönlichen Geschmack, sollten bei der Materialwahl die jeweiligen Vor- und Nachteile beachtet werden.

    Holz ist ein Naturprodukt und strahlt Wärme aus. Jedoch muss Holz regelmäßig gepflegt werden und je nach Holzart und Verarbeitung besteht die Möglichkeit, dass mit der Zeit, Elemente ausgetauscht werden müssen.

    Aluminium ist leicht, langlebig, pflegeleicht und witterungsbeständig. Jedoch ist Aluminium oft höher im Preis und passt durch seinen modernen Charakter nicht zu jedem Haus.

  • Sollte Glas oder Kunststoff für die Eindeckung verwendet werden?

    Häufig werden für die Eindeckung transparente Materialien aus Echtglas oder Kunststoff verwendet.
    Echtglas-Dächer bestehen aus Verbundsicherheitsglas und teurer als Kunststoff-Dächer. Zudem muss die Konstruktion ein deutlich höheres Gewicht tragen. Jedoch ist Echtglas kratzfester, leichter zu reinigen und die Lichtdurchlässigkeit ist besser.

  • Kann man bestehende Bedachungen erweitern?

    Ein bestehendes Terrassendach zu erweitern ist möglich.

    Bei Alu-Terrassendächern lassen sich z. B. Seitenwände oder Schiebeelemente nachträglich montieren. Auch eine Erweiterung in der Breite ist möglich, sowohl bei einem Terrassendach aus Aluminium oder aus Holz.

  • Welche Eindeckungsarten gibt es?

    Neben Eindeckungen aus Verbundsicherheitsglas gibt es transparente Eindeckung aus Kunststoff  bzw. Polycarbonat.
    Die Terrassenkonstruktion sollte der Eindeckung angepasst sein, denn Glas hat ein deutlich höheres Gewicht als Kunststoff.

  • Welches Terrassendach ist das richtige für mich?

    Es sinnvoll sich fachlich kompetent beraten zu lassen, denn moderne Terrassenüberdachungen bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten.
    Um das individuell passende Terrassendach zu finden sollte man vorab eine Liste mit den persönlich wichtigsten Punkten und Anforderungen erstellen. Grundsätzlich sollte das Material zum Haus und Garten passen.

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